Samstag, 8. Dezember 2012

Willkommen!





Willkommen! Diese Seite ist für Bierliebhaber gedacht, die gern einmal über den eigenen Tellerrand blicken und sich zusätzlich für die Geheimnisse des Nordens interessieren.

Viele biertrinkende Besucher Skandinaviens sind regelmäßig schockiert. Zum einen entfalten die exorbitanten Preise ihre Wirkung und zum anderen erschüttert häufig die Qualität der verbreiteten Biersorten, das sonst durchaus vorhandene Vertrauen für Skandinavien. Kein Wunder, dass viele ihre Urlaubsration gleich mitbringen.

Tatsächlich stehen skandinavische Biere im Allgemeinen zu recht im Rufe, nicht besonders gut zu sein. In Schweden, Skandinaviens größtem Biermarkt, teilen sich traditionell fünf große Konzerne (Carlsberg Sverige, Spendrups, Åbro, Kopparbergs Bryggeri, Krönleins) den Markt unter sich auf, der an sich schon durch ein staatliches Verkaufsmonopol reglementiert wird. Mit allen bekannten Folgen einer monopolartigen, bzw. oligopolartigen Marktsituation: Qualitätsminderung, hohe Preise, gegenseitiges Gemauschel und so weiter. 

Monopole so weit das Auge schaut

Von den 50 meist verkauftesten Biermarken Schwedens werden nur neun nicht von den genannten Konzernen produziert, wobei von diesen neun wiederum sechs von ausländischen  Konkurrenten importiert werden. Bei 95 % Prozent des verkauften Biers, handelt es sich um die Biersorte Lager, in Deutschland meist als Pilsner bezeichnet.

Ähnliches gilt auch für Finnland und Norwegen. In Finnland decken Sinebrychoff (Carlsberg), Hartwall (Heineken) und Olvi den Großteil des Marktes ab. In Norwegen heißen die Protagonisten Carlsberg und Hansa-Borg, wobei der Umsatz der letztgenannten Firma, um einiges geringer als der von Carlsberg ist.

Diese Marktsituation ist natürlich kein Alleinstellungsmerkmal für Skandinavien. Ähnliche Tendenzen sind auch in Deutschland zu beobachten, mit dem Unterschied, dass dieser Zustand in Skandinavien schon einige Jahrzehnte anhält und dass es nun schon seit einiger Zeit einigen Grund zur Hoffnung gibt.

Trend zur Mikrobrauerei

Seit Schwedens Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 1995 wurden die gröbsten Auswüchse der alten, monopolschützenden Alkoholpolitik aufgeweicht. Mittlerweile ist zum Beispiel der Privatimport von Bier in bestimmten Bahnen erlaubt und was noch viel wichtiger ist, der Betrieb von Brauereien auch im kleinen Rahmen gestattet.

Das hatte einen beeindruckenden Boom zur Folge. Überall floppen kleine Brauereien aus dem Boden, wie Pilze im Herbstregen. Manchmal nicht mehr, als in der Form einer kleinen Scheune in der schwedischen Provinz. Das Überraschendste an dieser Entwicklung ist jedoch die Qualität, mit der diese Brauereien mitunter aufwarten können.
  
Mit dem Auftauchen der Kleinen sind nun auch die fünf Platzhirsche zu mehr Kreativität gezwungen. Regelmäßig entwickeln sie neue Biere, die nicht immer von dem langweiligen und für viele Zungen beleidigenden skandinavischen Standartgeschmack geprägt sind. Konkurrenz belebt augenscheinlich das Geschäft.

Unser Anspruch

Auch in Norwegen, in Finnland oder im traditionellen Bierland Dänemark sind dieselben Tendenzen bemerkbar. Kreative setzen sich zusammen und machen gutes  Bier in kleinen Verhältnissen. Dabei lässt man sich von Biersorten aus aller Welt inspirieren.

Von den meisten dieser Kleinode hört man selten im lokalen Maßstab, im Ausland fast nie. Der durchschnittliche Skandinavienbesucher wird deshalb kaum jemals in Berührung mit diesen Bieren kommen. Es sein denn, er weiß genau was er möchte.

Und genau aus diesem Grund wollen wir mit dieser Seite einen Platz für Leute schaffen, die sich mindestens mit einem Auge für die skandinavische Braukunst interessieren und die stets für gut gebraute Anregungen offen sind. Skål und Kippis!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen