Montag, 22. Juli 2013

Das Fjällnäs Hotel - Bierausschankstellen Teil IIIX





Hochsommer hoch oben im schwedischen Fjäll. Wir befinden uns etwa 800 Meter über dem Meeresspiegel. Die Gegend ist ziemlich abgelegen. Hier läuft niemand auf der Straße herum und auch Autos kommen nur selten vorbei.

Wir laufen neugierig durch die Landschaft, über die sich dicke Wolken gelegt haben. Es regnet und ein scharfer kalter Wind pfeift uns um die Ohren. Die Kälte und die Feuchtigkeit lässt uns erst verzweifeln und treiben uns dann direkt in das von außen verlassend wirkende Fjällnäs Hotel.

Die traditionsreiche und traumhaft an dem Gebirgssee Malmagen gelegene Herberge, befindet sich genau auf einem Gebirgspass nach Norwegen.

Über dem Sofa, auf das ich mich setze, hängt der Kopf eines riesigen Elches, andere ausgestopfte Tiere wie Bär und Vielfrass stehen in der Ecke herum und wirken dabei recht lebendig. Und dann hängt da noch der Schädel eines Moschusochsen über dem Türrahmen. Der wurde sicherlich hier in der Gegend gefunden, denn Schwedens einzige Population dieser kompakten Tiere lebt hier in Härjedalen auf den umliegenden Hochebenen.

Das äußerst beeindruckende Hotel wirkt zeitlos und fern von den Problemen dieser Welt. Neben alten und neuen Bildbänden aller Kategorien in den vielen Bücherregalen finden sich aber auch überraschend tagesaktuelle Zeitungen aus Stockholm auf den Tischen.
An der Wand hängt eine große Wanderkarte der Umgebung. Im Kamin brennen Holzscheite und erzeugen die ersehnte Wärme.


Der See Malmagen bei gutem Wetter

Ja, und dann kommt die Bedienung und bringt uns eine ellenlange Bierkarte, die nach den gängigsten Biersorten der Welt sortiert ist, auf der sich aber nur skandinavischen Flaschenbiere befinden.
Bei den ungemütlichen Ereignissen draußen, muss das hier drin das Paradies oder so etwas ähnliches sein.

Freundlich werden wir um unsere Bestellung gebeten. Ich wähle ein Dugges Avenyn Ale, ein American Pale Ale von der Dugges Ale- und Porterbryggeri mit 5 % Alkohol. Ich bin begeistert.
Das Bier ist blumig im positiven Sinne, herb, dazu viel Karamellsüße.
Ein tolles Bier aus der Göteborg Region (3 Sterne)!

Meine Begleitung trinkt das lokale Härjedals Pils der Jämtlands Bryggeri mit 5,2 % Alk.und beschreibt es als typisches skandinavisches Pils der besseren Sorte. Hopfig, süffig, aber ohne Höhepunkte (1 Stern)!



Während wir unsere Biere genießen, sitzen wir hinter einer dicken Fensterscheibe und betrachten den sturmgepeitschten See, der direkt hinterm Hotel beginnt. Ein spektakuläres Erlebnis! Hier drin ist es schön warm, das Bier kalt und das Ambiente angenehm ruhig. Wir sind die einzigen sichtbaren Gäste und nur das Knistern aus dem Kamin ist zu hören. Draußen tobt sich derweil weiter das Wetter aus.

Ich bestelle noch ein Mora Kölner-Bier, von der recht neuen Mora Bryggeri aus der Gegend um den schönen Siljan-See. Es riecht nicht ganz so einladend ( nach Fliedergebüsch), schmeckt aber  süffig-herb, ist gut bitter, etwas blumig und bisschen säuerlich. Ist also gut gelungen (2 Sterne)!

Jetzt im Sommer ist es beinahe rund um die Uhr hell. Trotz der Wolken und des Regens ist es gegen zehn Uhr Abends noch nicht dunkel. Nachdem wir ausgetrunken haben, entschließen wir uns das Kleinod namens Fjällnäs Hotel zu verlassen. Wie schön, dass da der Regen etwas nachgelassen hat.

Das Bier-Angebot des Fjällnäs Hotels erhält




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