Mittwoch, 7. August 2013

Sommerzwischenstand oder das richtige Bier zum Krebs

Krebsfest in Schweden. Quelle: Image Bank Sweden





Wir sind wieder da. Nach ereignisreichen bzw. intensiven Urlaubstagen mitten im skandinavischem Prachtsommer haben wir an dieser Stelle in den nächsten Tagen viele Erkenntnisse mit euch zu teilen.
Dabei werden wir uns zunächst vor allem der norwegischen Bierwelt widmen, da wir dort ein bisschen auf den Spuren des Heiligen Olaf unterwegs waren.
Aus den anderen skandinavischen Ländern gibt es ebenfalls einige Bierneuigkeiten zu berichten. Natürlich werden wir die euch nicht vorenthalten.

An den Herbst wollen wir jedoch noch nicht denken, auch wenn Skandinaviens größtes Bierereignis, die Stockholmer Bier- und Whiskymesse, die wie jedes Jahr ab Ende September stattfindet, schon ihre Schatten voraus wirft.
Denn der Sommer ist noch nicht zu Ende. Gerade ist in Schweden die Zeit der Krebsfeste (Kräftskivor) angelaufen. In Dill gekochte Signalkrebse gehören hier zur Sommerszeit wie kollektiver Urlaub oder Ferienhaus.

Neben den kleinen Schalentieren stehen viele andere Gerichte mit auf dem Tisch, die sich dann meist von Familie zu Familie unterscheiden. Doch muss unbedingt Käse (eigenartigerweise meist von einer bestimmten Firma), Knäckebrot und eine Form von Salat dabei sein.
Das ist der eine Teil des Krebsfestes. Der andere Teil handelt vom Alkohol. Traditionell trinkt man zu den Krebsen Bier (den Schnaps lassen wir jetzt mal außen vor), häufig sogar recht viel davon.

Meiner bescheidenen Meinung nach handelt es sich bei dieser Veranstaltung um das sympathischste Fest des Landes. Das liegt nicht nur am Geschmack der Krebse oder am Bier, sondern auch an der Geselligkeit, am gemeinsamen Singen lustiger Lieder, den merkwürdigen kegelförmigen Hüten, die sich viele aufsetzen, oder nach Möglichkeit auch am gemeinsamen Bad im See.
Das Wetter im August ist oft beständig und warm, auch wenn die Schatten schon merklich länger werden.
Alle die das Glück haben, jetzt in Schweden zu sein, sollten aufgrund aller dieser Sachverhalte unbedingt jede Chance zur Teilnahme an einem solchen Fest nutzen.

Den intensiven Geschmäckern der erwähnten Gerichte steht jedenfalls ein geschmackreiches Bier entgegen. Ein Bier mit starkem oder variationsreichem Charakter kollidiert beinahe zwangsläufig mit dem ausgeprägtem Geschmack von Krebs, Käse und Co.
India Pale Ale, Bockbier oder ein Stout haben also auf der Festtafel nichts zu suchen und sollte man sich für eine spätere Gelegenheit aufheben.

Zu empfehlen ist ein geschmacklich eher mildes Bier, also das gute alte Pilsner oder ein einfaches Ale. Wegen dem Schnaps, der nach vorherrschender Volksmeinung gegen schlechte Krebs helfen soll und daher ebenfalls dazu gehört, kann das Bier ruhig auch einen niedrigeren Alkoholgehalt vorweisen. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Skål!

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