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| Krebsfest in Schweden. Quelle: Image Bank Sweden |
Wir sind wieder da. Nach ereignisreichen bzw.
intensiven Urlaubstagen mitten im skandinavischem Prachtsommer haben wir an
dieser Stelle in den nächsten Tagen viele Erkenntnisse mit euch zu teilen.
Dabei werden wir uns zunächst vor allem
der norwegischen Bierwelt widmen, da wir dort ein bisschen auf den Spuren des
Heiligen Olaf unterwegs waren.
Aus den anderen skandinavischen Ländern
gibt es ebenfalls einige Bierneuigkeiten zu berichten. Natürlich
werden wir die euch nicht vorenthalten.
An den Herbst wollen wir jedoch noch nicht
denken, auch wenn Skandinaviens größtes Bierereignis, die Stockholmer Bier- und
Whiskymesse, die wie jedes Jahr ab Ende September stattfindet, schon ihre Schatten
voraus wirft.
Denn der Sommer ist noch nicht zu Ende.
Gerade ist in Schweden die Zeit der Krebsfeste (Kräftskivor) angelaufen. In
Dill gekochte Signalkrebse gehören hier zur Sommerszeit wie kollektiver Urlaub oder
Ferienhaus.
Neben den kleinen Schalentieren stehen
viele andere Gerichte mit auf dem Tisch, die sich dann meist von Familie zu
Familie unterscheiden. Doch muss unbedingt Käse (eigenartigerweise meist von
einer bestimmten Firma), Knäckebrot und eine Form von Salat dabei sein.
Das ist der eine Teil des Krebsfestes. Der
andere Teil handelt vom Alkohol. Traditionell trinkt man zu den Krebsen Bier (den
Schnaps lassen wir jetzt mal außen vor), häufig sogar recht viel davon.
Meiner bescheidenen Meinung nach handelt
es sich bei dieser Veranstaltung um das sympathischste Fest des Landes. Das
liegt nicht nur am Geschmack der Krebse oder am Bier, sondern auch an der Geselligkeit,
am gemeinsamen Singen lustiger Lieder, den merkwürdigen kegelförmigen Hüten,
die sich viele aufsetzen, oder nach Möglichkeit auch am gemeinsamen Bad im See.
Das Wetter im August ist oft beständig und
warm, auch wenn die Schatten schon merklich länger werden.
Alle die das Glück haben, jetzt in Schweden
zu sein, sollten aufgrund aller dieser Sachverhalte unbedingt jede Chance zur Teilnahme an einem solchen Fest
nutzen.
Den intensiven Geschmäckern der erwähnten Gerichte
steht jedenfalls ein geschmackreiches Bier entgegen. Ein Bier mit starkem oder
variationsreichem Charakter kollidiert beinahe zwangsläufig mit dem
ausgeprägtem Geschmack von Krebs, Käse und Co.
India Pale Ale, Bockbier oder ein Stout haben
also auf der Festtafel nichts zu suchen und sollte man sich für eine spätere
Gelegenheit aufheben.
Zu empfehlen ist ein geschmacklich eher
mildes Bier, also das gute alte Pilsner oder ein einfaches Ale. Wegen dem Schnaps, der nach vorherrschender Volksmeinung gegen schlechte
Krebs helfen soll und daher ebenfalls dazu gehört, kann das Bier ruhig auch einen
niedrigeren Alkoholgehalt vorweisen. Aber das muss jeder für sich selbst
entscheiden.
Skål!

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